Im Juli erschien mein Fantasy-Roman "Das Feentuch" Wer wissen will, was im fernen Schottland geschieht, findet das Buch beim Klick auf das Bild bei Amazon für 12,99 €

Auch alle E-Book-Leser können  "Das Feentuch" herunterladen.:  

Selbstverständlich gibt es mit der "Blick-ins-Buch-Funktion" eine Leseprobe. Also auf ins magische Schottland!

Aufrecht gehn, den Himmel sehn

Neben meinen Büchern, die durchweg in der Unterhal-tungslektüre ihren Platz haben, ist ein biblisches Musical für Kinder ab sechs Jahre in Chor-und Theatergruppen erschienen. In diesem Buch befinden sich Lieder, Sprechtexte und Notenmaterial für eine 30-minütige Aufführung.  In sechs Szenenbildern und ebenso vielen Liedern begegnen die Kinder Sarah, deren Blick auf den Boden gewandt ist und die an dieser Last schwer trägt. Und sie erfahren, was geschieht als Jesus in Sarahs Leben tritt... Das Buch im lese- und musikerfreund-lichen Großformat ist bei Amazon erhältlich.

A

Aufreger des Jahres

Nur noch ein paar Stunden…, dann ist es Geschichte: Das Jahr 2013.

Ich sinniere über meinen öffentlichen AUFREGER DES JAHRES.

Frau Merkels Handyverkehr? Nö, eher nicht. Obwohl ich das Abhören an sich als Frechheit empfinde. Dass die armen NSA-ler vom Dienst daran ihre Freude hatten, wage ich jedoch zu bezweifeln.

Das dumme Wort GroKo? Na ja, mich erinnert es eher an Grünkohl, als an den Zusammenschluss einer handlungsfähigen Regierung. In 2014 wird sich zeigen, ob  Blähungen und Magenschmerzen damit verbunden sein werden.

Verschleudertes Geld aus bischöflichen Kassen? Für mich als Katholikin immer noch Grund, zu schlucken – und am Ende zu all denen zu halten, die mit den Kirchensteuereinnahmen das tun, wozu sie gedacht sind: Glauben zu vermitteln, Menschen zu stärken, sozial engagiert zu leben und zu handeln. Tatsächlich, davon gibt es auch noch ein paar…

Lebendige Tiere in Schlüsselanhängern? Ja, das in jedem Fall! Und ich bitte an dieser Stelle alle innovativen Designer aus Asien und anderswo: Lasst Goldfisch & Co in 2014 bitte dort, wo sie hingehören – in ihren Teichen. Sonst steckt ihr eines Tages vielleicht selbst in einem winzigen Verschlag oder jemand zieht euch an einer Kette hinter sich her, als überdimensionalen Schlüsselanhänger, sozusagen.

Der 31. 12. hat den Zenit überschritten. Wenn es in 2014 nicht schlimmer kommt, kann es nur besser werden. In diesem Sinne: Schön, Sie bald wiederzutreffen!

Alles in Ordnung?

Können Sie mir vielleicht mal behilflich sein? Dauert auch gar nicht lange, versprochen!

Ich wollte Sie bitten, einen flüchtigen Blick auf mein Google-Profil zu werfen und mir zu sagen, ob damit alles in Ordnung ist. Welche Maßstäbe Sie bei der Prüfung anlegen sollen? Ein Blick auf das Bild genügt, wenn Sie für einen zweiten keine Zeit haben. Und achten Sie dabei bitte auf mein freundliches Lächeln. Ich erkläre Ihnen auch gerne, warum:

Inzwischen hat mich bereits der zweite Zahnersatz-Lieferant seinen Kreisen hinzugefügt.

Und nun frage ich Sie: Stimmt etwas mit meinem Lächeln nicht? Muss ich mir Sorgen machen? Ich gebe zu, man sieht nur ein ganz kleines Stück davon. Vielleicht ist das nicht aussagekräftig genug. Aber eigentlich geht es hier ja auch weniger um mein Konterfei als vielmehr um das, was ich veröffentliche.

Doch es kann auch möglich sein, dass der eine oder andere Beitrag die Leute zum Schmunzeln gebracht hat und sie dann feststellen mussten, dass mit IHREM Lächeln etwas nicht stimmt. Falls gerade zufällig ein Spiegel in der Nähe war. Dann finden Sie bei den Herren Hilfe, die ihren strahlendweißen Zahnersatz anpreisen. Ich leite Sie gerne weiter.

Der Anruf

Stellen Sie sich bitte folgende Situation vor: Ihr Telefon läutet. Sie gehen ran und sagen ausnahmsweise nicht so seltsame Dinge wie „Hundebadeanstalt, Becken 7, Schlauchwärter Schulze…“ oder „Entbindungsklinik, Schwester Rabiata…“, sondern Ihren Namen.
Dafür sagt der Teilnehmer am anderen Ende der Leitung: „Hier ist Papst Franziskus!“
Würde Ihnen da nicht der Hörer aus der Hand fallen?
Ich weiß, dass manch einer auch sofort auflegen würde.
Ich würde vielleicht, weil ich nicht richtig zugehört habe und die Nummer auf dem Display nicht erkenne (Kennen Sie auf Anhieb die Vorwahl des Vatikan?) verärgert sagen: „Nein, ich bin an Ihrem Angebot nicht interessiert. Rufen Sie mich nicht wieder an!“ Das mache ich manchmal, wenn die Call-Center-Telefonate überhand nehmen. Ich hätte auch sagen können: „Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass dieses Gespräch automatisch mitgeschnitten wird!“, dann fällt in der Regel der Hörer des lästigen Zeitgenossen auf die Gabel.
Aber zurück zum Papst. Heute wurde bekannt, dass er einen italienischen Studenten angerufen und mit ihm minutenlang am Telefon gescherzt hat. Außerdem hat er ihm das Du angeboten. Man hört nicht viel vom neuen Papst, seit er im Amt ist. Das muss daran liegen, dass er bisher keinerlei Skandale verantwortet oder keine Bemerkungen in der Öffentlichkeit gemacht hat, die ihm und somit seiner Kirche zur Last gelegt werden können.
Die Journaille scheint das langweilig zu finden. Es lohnt sich kaum, dauernd nur Gutes über einen Menschen zu schreiben, auch nicht, wenn es der Papst höchstpersönlich ist. Dabei würde es bei Franziskus Sinn machen. Er geht auf die Menschen zu und rettet das, was vorher den Bach runterging, notfalls auch mit einem einzigen Telefonanruf. Auch falls Sie nicht katholisch sind – finden Sie nicht, dass es ihn zu einer Ausnahmepersönlichkeit macht? Ich schon. Und ich überlege, ob ich ihm auch einen Brief schreiben soll. Dann kann ich im Ernstfall wirklich ein Band mitlaufen lassen, wenn er anruft. Sonst glaubt mir das sowieso keiner…

Das Auto-Tagebuch

Wie zu erwarten, beginnt das Alphabet mit dem Buchstaben A und wir sind sogleich bei des Deutschen liebstem Kind, dem Auto. Es handelt sich also nicht um ein sich selbst ausfüllendes Tagebuch, wie es der Titel implizieren könnte. Nein, ich habe heute morgen mein Auto gereinigt.

Eine Tätigkeit, die auf meiner Prioritäten- und Favoritenliste eher weiter unten rangiert. Doch während ich meinen inneren Schweinehund antreibe, etwas zu tun, worauf ich keine Lust habe, stelle ich Parallelen zu einem Tagebuch fest.

Die leicht schlammigen, angetrockneten Fußabdrücke auf den Matten in meinem Wagen erinnern an den letzten Spaziergang mit meiner Freundin und unseren Vierbeinern. Das war ein schöner Morgen, mit viel Geplauder und Spaß, ernsten und heiteren Themen und ganz viel frischer Luft. Wenn meine Freundin wieder mal ihre Hundeleine im Wagen vergisst, erinnert mich das natürlich auch an unsere letzte gemeinsame Ausfahrt.

Ein Kassenbon in der Ablage, der sich neben dem Kaufangebot eines wandernden Wiederverkäufers für mein Auto tummelt, sagt mir, was ich in der letzten Woche eingekauft habe. Der alte Einkauszettel daneben sagt mir hingegen, was ich eigentlich einkaufen wollte... Das ist im Ergebnis nicht unbedingt identisch.

Die CD im Player erinnert an den letzten Einkaufsbummel mit meinem Jüngsten. Er in der Pool-Position, ich als Beifahrer,  "We are the champions" bei heruntergekurbeltem Fenster, Sommerwind im Haar und wirklich gute Laune, ob des gelungenen Bummels. Grund genug, das Lied lauthals mitzusingen. Wir teilen den Musikgeschmack. Und das Auto. Davor gab es wochenlang die Toten Hosen auf die Ohren, weil ich zu faul war, nach einer anderen CD zu suchen. Und gefallen hat es mir eigentlich auch ganz gut.

Hinten finden sich ein Zollstock, die leere Kerzenhülle einer Osterkerze, Batterien, ein kaputter Kopfhörer für meinen mp3 Player und manches andere, das sich in meinem Kopf mit verschiedensten Begebenheiten der vergangenen Monate verbindet. Ein kunstvoll gefalteter Weihnachtsstern gehört dazu. Die letzte Reinigungskur ist schon ein Weilchen her.

Auf der Ladefläche erkenne ich vor allem eines: Das mein Hund und ich das Auto gemeinsam benutzen. Davon zeugen ein schlammiges Handtuch, das dringend in die Wäsche muss, und diverse Anteile seines weißen Hundefells. Das Handtuch ist aber erst vom vergangenen Montag, möchte ich betonen.

Vorne im Fach finde ich ein paar Parkscheine, deren Halbwertszeit längst überschritten ist.

Endlich ist mein Auto jungfräulich rein und bereit, mich wieder aufzunehmen, damit ich neue Lebensspuren darin hinterlassen kann. Zumindest von innen. Von außen bin ich nicht zuständig. Das macht mein Jüngster. Er fährt es schließlich auch.

Sie sehen, das Auto ist für mich ein Transportmittel.

Es soll mich und meine Familie von A nach B bringen (Nicht zuletzt deshalb geht es in diesem Buch auch bei B weiter), es soll Sachen transportieren.

Es soll parken oder fahren, je nach Begehr. Wenn es dabei jetzt für ein Weilchen schön und sauber aussieht, dann ist das in Ordnung, für die Funktion aber nicht zwingend erforderlich.

Dass es dabei zugleich noch die Aufgabe übernimmt, meine Erinnerungen zu sammeln, ist nett von ihm. Ich habe aber nicht darum gebeten.